Dienstag, 1. Oktober 2019

Im Dialog zu "Notwendige Berichtigungen"


 https://egoistenblog.blogspot.com/2019/09/vom-hoheren-sinn-zum-unsinn.html#disqus_thread

Rudolf Bernhard Albrecht Hartmann • vor 14 Tagen • edited
"...........Einer kritischen Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner dienen Deine Aussagen nicht......"
Endlich sagt das, was ich mit anderen Worte immer versucht habe zum Ausdruck zu bringen, auch mal jemand anders! 
Danke!
Allerdings:
Wem oder wozu könnten die "Aussagen" Michaels denn dann dienen, wenn schon nicht der kritischen Auseinandersetzung mit Steiner und der Anthroposophie?
Wer A sagt, könnte an dieser Stelle vielleicht auch mal B sagen! Wenn man schon für Klarheit und Offenheit plädiert!
Wenn's ginge, ohne lange Exkurse, mit wenigen allgemein- und unmissverständlichen Worten.
Sonst müsste man jetzt doch glatt darüber nachdenken, ob es auch die Spezies der „Anthroposophie feindlichen Anthroposophen" gäbe und du ggf. auch dazu zu rechnen wärst, lieber Bernhard Albrecht!
Von einer klaren Widerspruch freien Argumentationslinie würde ich mich sehr gerne auch belehren lassen!

Bernhard Albrecht Hartmann Rudolf • vor 13 Tagen 

Es gibt eine Unterredung, die Rudolf Steiner einst mit Günther Wachsmut auf dem Weg hinauf zum Goetheanum führte. Dabei sagte er mit der Hand auf das Goetheanum weisend: Wenn wir wieder kommen werden, dann werden wir gegen die da oben kämpfen müssen.
Soviel Rudolf zu den „Anthroposophie feindlichen Anthroposophen.“

Anthroposophie war nie und ist aus der Sache heraus kein Lehrgegenstand, sondern ein Arbeitsinstrument zur Individualisierung, zur Entwicklung meiner und jeweils „nur meiner tieferen Menschlichkeit.“ Insofern kann sie auch nicht belehren, kann ich, wenn ich Anthroposophie individualisiert durch mich in Worte fasse damit auch keine Grundlage hergeben, die dazu dienlich wäre, sich daran belehren zu können.

Die Belehrung gehört einer vergangenen Zeit an. Heute ist zeitnotwendig aktiv durch das Tor des Erkenne Dich selbst zu gehen. Dies und nichts anderes, denn ansonsten kann der Dualismus nicht überwunden werden, der den einzelnen Menschen immer unauflösbarer an den Egoismus bannen wird. Die Bibel spricht diesbezüglich vom „zweiten Tod,“ dem Tod der Seele.

Die entlarvende, mitunter auch stark überzeichnende Art von Herrn Eggert könnte mit einem lachenden und weinenden Auge zu mehr Selbstkritik anregen. Herrn Eggert ist es zu danken, dass er die Steine, die so im anthroposophischen Selbstverständnis-Garten abgelegt sind oder einfach fallen gelassen herumliegen von unten und verschiedenen Seiten-Perspektiven aus betrachtet. Das kann Emotionen aufrühren, weil ich mich dadurch möglicherweise zur Unzeit aus einem „Schläfchen“ aufgeweckt empfinden, mich auf dem falschen Fuss ertappt sehen kann. Freudig wird das sicher nicht immer begrüsst. Selbstkritik sich zusprechen zu können ist jedoch die Grundlage für einen Ich-Geleiteten Umgang mit Anthroposophie, für eine selbständige (nicht gläubige) Erarbeitung, sowie die praktische Umsetzung derselben
Trau Dich doch, Rudolf, möchte ich Dir hier zurufen. Sag doch gerade heraus, was Dich beschwert und versteck Dich nicht hinter dem „unzeitgemässen man.“ Bin ich ein Gegner der Anthroposophie oder ein Anthroposophie feindlicher Anthroposoph. Spreche es mir Aug in Aug ganz offen zu. Umgib Dich dabei aber bitte nicht , selbstverschleiernd, mit einem quasi päpstlichen Mäntelchen, mit dem Du Rudolf Steiner klamm heimlich in Beschlag nehmend unter den Schutz eines veralteten kurialen Denken zu stellen versuchst. Diesen Schutz braucht er nämlich nicht. Er war ein Freier Denker und als solcher wirkt er weiter über die Zeiten hinweg für alle die echte innere Freiheit anstreben.
Ist das für Dich klar und unmissverständlich ausgedrückt, Rudolf. Ich grüsse Dich,

Bernhard Albrecht



Rudolf Bernhard Albrecht Hartmann • vor 13 Tagen • edited 

Ad 1)

Sollte gemeint sein, dass es deswegen heute korrekt wäre, die heutigen „Anthroposophie feindlichen Anthroposophen" (nicht die in diesem Blog, sondern die dort droben im Goetheanum) mit diesem hier exzessiv betriebenen Lächerlichmachen der Person Rudolf Steiners oder auch Sprüchen wie "Steiner hat den Schwachsinn schon geprägt" bekämpfen zu können, dann finde ich das reichlich absurd.

Ad 2 und 3)

Ich möchte auch keinesfalls in Sachen Anthroposophie belehrt werden. 
Da meiner Meinung nach die einzigen Erklärungen für eine Verunglimpfung der Person Steiners tiefe Traumata durch Beschäftigung mit Anthroposophie oder sonstige explizite Abneigung gegen die Anthroposophie sein müssen (wenn sie schon nicht der kritischen Auseinandersetzung dienen kann, wie du selbst sagst), würde ich mir eine klare Positionierung mit einer schlüssigen Begründung erwarten, warum dies anders sein sollte.
Also einen Hinweis, warum es heute aus deiner Sicht dieser grausigen Verunglimpfung Steiners überhaupt bedarf, bzw. was es mit diesen „Anthroposophie feindlichen Anthroposophen" (diesmal meine ich nicht die im Goetheanum) überhaupt auf sich hat.

Ad 5)
Mich beschwert rein gar nichts, mich reizt das Aufzeigen von Widersprüchen bei den hier anwesenden „Anthroposophie feindlichen Anthroposophen"!

Ich selbst bin weder Anthroposoph, noch ein Gegner Steiners, bzw. der Anthroposophie, also natürlich auch kein „Anthroposophie feindlicher Anthroposoph". 
Mir "kuriales Denken" zu bescheinigen, finde ich reichlich absurd. Als wenn es nicht auch andere Regungen gäbe, die einen veranlassen könnten eine herausragende Persönlichkeit vor seichten Angriffen in Schutz zu nehmen.
Sollte man denn Mediziner sein, um aus der Medizin einen persönlichen Nutzen zu ziehen, oder ein Naturwissenschaftler um aus den Naturgesetzen Vorteile für sein eigenes Dasein ziehen zu dürfen?
Das wahrhaft Unzeitgemäße ist doch der Versuch eine ganze Wissenschaft und deren namhaftesten Vertreter ins Lächerliche zu ziehen und damit den Geist der Freiheit wieder in die Flasche zurückkriegen zu wollen. Würde ich sogar als "kuriales Handeln" bezeichnen.

Deplatziert sind Schuldzuweisungen an Steiner wegen selbst zugefügter Schäden mancher heutiger Pseudoanthroposophen aufgrund mangelnder Verantwortung beim Umgang mit den vor 100 Jahren getätigten Aussagen eines Wissenschaftlers oder, wenn's denn treffender klingen sollte, des Wissensvermittlers Steiner, oder auch beim auf sich wirken Lassens der damaligen Art seiner Wissensvermittlung.



Tomtetom Rudolf • vor 12 Tagen 
... ach herrje...ich glaub, jetzt nehme ich mal ein Vril-Globuli...und alles wird gut...



Tomtetom Tomtetom • vor 12 Tagen 
...übrigens, es gibt jetzt auch wissenschaftlich überprüfte und an Probanden getestete Mars und Plejaden-Globolis!! 
Kein Scherz. Ist wohl u.a. als ganzheitliche und gesündere Alternative gedacht, zu den allseits bekannten Schokoriegeln "Mars" und "Milky Way"!!



Tomtetom Tomtetom • vor 12 Tagen

;)



Bernhard Albrecht Hartmann Tomtetom • vor 12 Tagen • edited
Vril-Globuli ... ach wie schön, lach.

PS.: ich habe Dir noch eine verspätete Antwort auf Deinen Kommentar an mich auf "Artifizielle anthroposophische Wehleidigkeit oder das Christusbewusstsein in der LED-Lampe" eingestellt

Rudolf Tomtetom • vor 11 Tagen
Schlimm gell? Dieser rechte Steiner, massgeblicher geistiger Wegbereiter des Nationalsozialismus, mit seinem rechten Unsinn! 
Ab mit ihm in die Mülltonne der Geschichte....

Tomtetom Rudolf • vor 10 Tagen 
Wegen der Vril-Globuli - rechts ?? Nein, Vril ist die zukünftige Lösung aller sozialen Fragen, heisst es ;)


Bernhard Albrecht Hartmann Rudolf • vor 12 Tagen • edited
Du hast Klarheit eingefordert, ich habe sie Dir gegeben. Deine Antwort ist ein Cocktail von Vernebelung meines Sagens, mit dem Ergebnis, dass Du Dich in ein Anbellen Deiner eigenen Gedanken versteigst ohne es anscheinend zu bemerken. Diese Baustelle kannst nur Du aufräumen.
Ich grüsse Dich freundlich,
Bernhard Albrecht

Rudolf Bernhard Albrecht Hartmann • vor 11 Tagen • edited 

"Vernebelung meines (deines) Sagens" ??

Da ich mich größtenteils (außer beim Vorwurf des "kurialen Denkens") nicht auf "dein Sagen", sondern auf die Essenz des Leitartikels bezogen habe, musst du mich irgendwie missverstanden haben.
Mag sein, dass deine Wahrnehmung einer Vernebelung auf Betrachtung von einem ganz unterschiedlichen Standpunkt beruht. Vernebelung war und ist jedenfalls nicht meine Absicht.
Diskussionen wären auch einfacher, wenn man in der Lage wäre seinen eigenen Standpunkt gleichberechtigt neben einen anderen stellen zu können und beim Manifestieren unterschiedlicher Auffassungen nicht Klarheit nur für sich zu beanspruchen und Selbstkritik nicht nur vom Gesprächspartner einzufordern.



Bernhard Albrecht Hartmann Rudolf • vor 7 Tagen • edited 
Rudolf:

Ein neuer Anlauf zu mehr Klarheit über alles Vermeinen hinaus. …

Ein neuer Anlauf zu individuell gelebter Bewusstseinsgegenwärtigkeit.
…

Ich frage Dich also, ganz im Sinne des Sokrates „und“ Rudolf Steiners, der in geistiger Rückverbindung ja ein Schüler des Sokrates und noch mehr ein Schüler des Heraklit war und als solcher deren methodisches geistiges Arbeiten zeitgemäss weiter entwickelt und hat, ich frage Dich: 
Wie kann ein Mensch, der sich selbst als Nicht-Anthroposoph bezeichnet ein Aussage darüber machen was ein Anthroposophie feindlicher Anthroposoph sei? Wie kann ein solcher Mensch die Auffassung hegen er könne (und müsse) Rudolf Steiner verteidigen, wenn er dessen Werk nicht in irgendeiner Weise verinnerlicht, individuell verarbeitet hat. 
Rudolf Steiner hat sich zu seinen Lebzeiten niemals persönlich verteidigt.

Warum: Weil „er“ nicht verteidigt werden könne, da Geisteswissenschaft nur aus einer individuellen Haltung, einer diesbezüglich innerlich gewachsenen Auffassung verstanden und vertreten werden könne „und“ im Gegenzug auch nur mit Kritik zu belegen sei.

Ein Statement, das in Gänze dem heutigen wissenschaftlichen Standart entspricht, wo ein jeder Professor der Naturwissenschaft sich gegen eine jede Art von Beiträgen verwahren wird, die nicht auf einer methodisch gründlich erarbeiteten einschlägigen wissenschaftlichen Literatur fusst. Kurz und bündig gesagt, wird er unter eine nicht standardgemässe Arbeit lakonisch schreiben: Nicht bestanden.

Also Rudolf, was sind nun auf einen Nenner gebracht Deine „e i g e n t l i c h e n“ Motive, warum Du als selbstbezeichneter „Nichtanthroposoph“ Rudolf Steiner gegen Denigrierung 
und (?) die Anthroposophie als Wissenschaft meinst verteidigen zu müssen.
Denn nicht jeder von Dir vielleicht da und dort ein wenig leichtfertig bezeichnete „Anthroposophie feindliche Anthroposoph“ ist ein Feind der Anthroposophie, wie auch nicht ein jeder Mensch, der sich (vollmundig) als Anthroposoph sieht tatsächlich einer ist … und im Umkehrschluss auch nicht jeder Nicht-Anthroposoph ein Freund, bzw. sachlich methodisch gegründeter Versteher der Anthroposophie.
Eine jede Art von „Vorstellungen“ sind sowohl aussenseitig angesetzt, wie von innen her gehandhabt nicht geeignet Anthroposophie zu verstehen, bzw. zu vertreten. Damit ist kein wie auch immer gearteter „dogmatischer“ Sperrriegel gesetzt, sondern nur der Erweiterung des gegenwärtigen Wissenschaftsbegriffs genüge getan, wie Rudolf Steiner dies an gedacht hat. 
Du kannst von heute her gesehen nicht länger „nur“ wissenschaftliche Beobachtungen von aussen exakt dokumentieren, wenn Du zugleich Dein Denken nicht einer ebenso exakten Beobachtung unterziehst. Und das ist, wie ich aus eigenem Erfahren nur zu gut weiss sehr unangenehm und beschwerlich, weil Dir da die eigenen Vorstellungsverkrustungen zigtausendfach nur so um die Ohren fliegen, Subjektivität und Objektivität geradezu aneinander zerschellen.
Das Niemandsland „mit dem Blick von nirgendwo,“ wie Thomas Nagel es leise versucht hat zu betreten, ist alles andere als ein leicht Ding.
Du magst Deinen Einsatz Dich wider die Denigrierung Rudolf Steiners fortsetzen, das steht in Deinem Ermessen. Aber vielleicht hast Du aus meinem Sagen soviel für Dich entnehmen können, dass Du sehen kannst, dass dies eigentlich müssig ist. Eine jede Denigrierung, weil im Grunde zu kurz gegriffene Vorstellung über Rudolf Steiner und sein Werk, fällt nämlich seinem Urheber letztlich auf die eigenen Füsse. 

Im Übrigen gilt: Um Rudolf Steiner ernsthaft kritisieren zu können, was er übrigens zu seinen Lebzeiten durchaus begrüsst hat, ist es nicht zu umgehen sich in die Beobachtung des Denkens, wie er es angeregt hat intensiv einzuarbeiten - und das nicht nur abstrakt, sondern existentiell dynamisch. Rudolf Steiner wollte, dass Geisteswissenschaft über die von ihm gesetzten keimhaften Ansätze hinaus weiter gedacht würde. Dazu aber sind freie Denker notwendig, die den Mut haben selbständig denkend sich weiter voran zu wagen, die also die Selbstversicherung am Rockzipfel Rudolf Steiners auch bereit sind preiszugeben.

Rudolf Steiner hat sein Lehramt niedergelegt. Wer also ohne den Willen sich selbständig auf den Weg zu machen weiter an Rudolf Steiner haftet, der hat einfach nicht verstanden, welchen michaelischen Mut er mit seinem Tun an der Wende von 1923 auf 1924 persönlich freigesetzt hat. Er hat nicht verstanden welchen michaelischen Mut es gilt für jeden Zeitgenossen sich zuzutrauen, der sich auf Rudolf Steiner beruft. Rudolf Steiner hat keine Lehre hinterlassen -Geisteswissenschaft ist keine Ideologie - sondern ist weiter zu denken, nur dann kann sie mit Rudolf Steiner verbunden bleiben. So sehe ich das.

Bernhard Albrecht



Rudolf Bernhard Albrecht Hartmann • vor 6 Tagen 
Bei mir hiess es nicht "feindlicher Anthroposoph" sondern „Anthroposophie feindlicher Anthroposoph". Damit meinte ich nicht mich selbst, sondern Menschen, die meinen sie erweisen der Anthroposophie einen Dienst, indem sie weit über das Ziel berechtigter Kritik hinausschiessen, indem sie die Person Steiner oder Bestandteile von Steiners Mitteilungen lächerlich machen.
Warum meinst du ein Nichtanthroposoph oder auch ich könne Steiner nicht verinnerlicht, oder gar - wie du explizit schreibst - nicht individuell verarbeitet haben?

Ich meine Rudolf Steiner und die Anthroposophie sind heute Allgemeingut und gehören nicht nur den Anthroposophen allein, so wie die Physik und Albert Einstein Allgemeingut sind und nicht den Physikern allein gehören. 
Klingt bei dir ja fast so, als wenn die Anthroposophie ein Bekenntnis wäre! Gerade davor warnte Steiner unzählige Male!

Ich erkenne die Anthroposophie als Wissenschaft und ihre Inhalte als wichtige Mitteilungen an, aus denen jedermann seinen persönlichen Nutzen ziehen kann, so wie aus jeder anderen Wissenschaft auch!
Deswegen ist es mir ein Anliegen, und damit liege ich mit Sicherheit auf der Linie Rudolf Steiners selbst, dass Anthroposophie nicht öffentlich verunglimpft und lächerlich gemacht und somit Menschen die aus ihr Positives entnehmen könnten der Zugang erschwert wird, also dass Anthroposophie nicht eine elitäre Sache für einige wenige bleiben möge!

Ich verteidige Steiner so wie ich jede andere Persönlichkeit mit positiven Wirkungen auf die Menschheits- und Geistesentwicklung auch verteidigen würde, wenn sie in den Dreck gezogen würde! 
Das ist alles! 
Warum sollten denn Anthroposophen Nichtanthroposophen das Recht absprechen, Rudolf Steiner zu verteidigen?



Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 14 Tagen
Lieber Bernhard Albrecht, ich halte die Leser dieses Blogs keineswegs, wie Du behauptest, für dumm. Selbstverständlich bin ich bemüht, die geistigen Anstrengungen meiner anthroposophischen Mitbürger insgesamt zu würdigen und keineswegs nur zu kritisieren. Schließlich war ich selbst mal so einer. Allerdings erlaube ich mir, ein paar höchst Individuelle Bewertungen vorzunehmen, die natürlich weder wissenschaftlichen Standards noch geisteswissenschaftlichen Forschungen entsprechen, sondern einfach eine Meinung darstellen, die sich aus 40 Jahren anthroposophischen Lesens und Erfahrungen mit Zweigen, Schulen, Persönlichkeiten ergeben. Ich war auch zweimal Mitglied, einmal heraus geflogen (dringend nahegelegt von Zweigleitung), einmal aus einer Depression heraus wieder eingetreten. Dann den rechtspopulistischen, schwachsinnigen Kram gelesen, wieder ausgetreten. Dabei bleibt es auch. Ich habe Steiner stets weiter studiert, und dann festgestellt, dass er den Schwachsinn schon geprägt hat, leider. Es ist nur meine These, dass er von der evolutionären Bewusstseins- Erforschung, mit der er begann, dann zu populären Krimskrams Geschichten übergegangen sind, weil ihm die Leute das aus derart gefressen haben. Man lebt nicht vom Brot allein, aber Brot muss schon auch sein. Zwischendurch hat man seine echten Durchbrüche und Einsichten, ganz zweifellos. Und dann wieder das Zeug, was die Leute eben hören wollen, was sich einfach fortschickt, weil es das Ego so schön erhöht. Davon zehren die Leute ja bis heute. Ich denke auch, die simplen Grafiken und Tabellen der Geistesleiber, Völker, Rassen, Erdzustände usw. geben eine Orientierung, die den Leuten Halt gibt.Es ist auch nicht verkehrt, nur so simpel gestrickt, dass es gut konsumiert werden kann. Dazu die Feindbilder: Der Materialismus, der immer mit dem gefüllt wird, was Steiner gerade nicht passte. Das sind Variablen, die man beliebig füllen kann, quasi- religiöse Stereotypen. Ich denke, man sollte die Intuitionen dazwischen ja nicht übersehen, die man bei Steiner findet, aber das stereotype Gesamtbild vorsichtig in seiner suggestiven Kraft begutachten.

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 7 Tagen • edited 

Lieber Michael

Wie ich schon einmal sagte, es kommt auf die Legierung an über die Du Deine verschiedenen Ein- und Übersichten miteinander verbindest. Überschiessende Assoziationen sind der Sache, die Dir vermutlich mit Deinem Sagen vor Augen schwebt nicht dienlich. Ungezügelte Assoziationen tragen näher betrachtet eine Sprengkraft in sich, die sie zu gegebener Zeit ihrem Urheber wieder um die Ohren fliegen lässt. Ich weiss das aus Eigenerfahrungen wie auch mir bekannt gewordenen Fremderfahrungen heraus. Deshalb bin ich auch bemüht vorsichtig mit gedanklichen Schnellschüssen, eine Tugend, die in meinen Augen auch „Ingrid“ auf ihre ureigene Weise bewundernswert in ihrem Sagen übt.

Im Übrigen: Die Kreidezeichnungen sind so simpel nicht, versuchst Du Dir Sprachausdruck und Haltung während des Zeichnens von Rudolf Steiner imaginativ erlebend mit zu vergegenwärtigen. Sollten Dir aus der reichhaltigen Erinnerungsliteratur irgendwelche Verlautbarungen bekannt sein, wonach Rudolf Steiner suggestiv gesprochen habe, so lass es mich bitte wissen. Mir jedenfalls sind diesbezüglich nur Erinnerungen zugänglich gewesen, die sein freilassendes Sprechen hervorzuheben wussten.
Ich grüsse Dich,

Bernhard Albrecht



Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 6 Tagen 
Lieber Bernhard Albrecht, so viele Attacken in so netter Form verpackt, das ist wahrhaft anthroposophische Hochkultur! Dornacher Schleifchen mit Widerhaken. Aber das ist natürlich völlig okay, und Du hast recht, dass es auf die Legierung ankommt, mit der die verschiedenen Schichten eines Blog Beitrags verbunden werden- bei welchem Feuer es geschmolzen wird, das Material. Denn geschmolzen wird es zweifellos, und es ist auch kein "gedanklicher Schnellschuss", absondern gediegenes Metall. Heavy Metal. Es ist aber auch, ohne Zweifel, ein Blogeintrag, der eine Woche höchst individuell Zusammen fasst- das, was mir in dieser Woche so begegnet ist. In dieser Hinsicht ist es doch ein Schuss aus der Hüfte- nämlich der Hüfte dessen, dem das so begegnet ist und der es bedenkt. Die Verbindung bin ich. Ist das ein Bekenntnis? Jawohl, ein Geständnis. Aber keine Entschuldigung. Es ist natürlich unentschuldbar, weil durch einen Kopf gegangen, nämlich meinem. Oder nicht einmal durch den Kopf, sondern eher durch das Maul eines großen denkenden Fisches. So ergibt sich das, was hier geschrieben steht: vom Fischmaul aus gesehen. Manches praktisch nicht einmal geschluckt, geschweige denn verdaut oder gar ausgeschieden. Es ist nicht eimal klar, ob es nahrhaft ist oder verderblich. Res könnte sich sogar der Haken eines Fischers darunter befinden. Alles das sehen wir dann im Nachtodlichen, also in der Pfanne. Bis dahin!


Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor einem Tag • edited 

Lieber Michael. 

Meine erste Reaktion auf Dein Sagen war ein schallend herzhaftes Lachen. Und damit Du vielleicht etwas klarer siehst in Bezug auf mich: Ich bin seid fast zwanzig Jahren nicht mehr Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft - und das ohne irgendwelche weiter wirkenden Traumen, wie Rudolf kürzlich in einem seiner Beiträge in Bezug auf Anthroposophie feindliche Anthroposophen meinte anmerken zu müssen. Ich habe meine Mitgliedschaft einfach still und leise auslaufen lassen und auf ein verwaltungshaft unpersönlich gehaltenes Anschreiben mit 10 tägiger Frist aus Dornach einfach - bei einem derartig „weit“ gespannten Interesse an dem, was Mitglieder im Herzen bewegt - nichts mehr sagen wollen.

Ich bin also schon eine ganze Weile länger aus der „Szene“ draussen, zu der ich genauer besehen nie gehörte. Mir gegenüber also eine „Anthroposophische Hochkultur“ in Anschlag bringen zu wollen kommt mir ziemlich fantastisch verzerrt daher. Inwiefern dieses Bild „Dir“ etwas zu sagen hätte, das magst Du selber ergründen, so Du willst. Vielleicht Deine Hausaufgabe …, die einfach auf mich abzuwälzen nicht geht.
Eigene Vorstellungen zu verbrennen ist ein harziger Vorgang. Lächel.

Im innerlich erlebten Übergang von der Verstandesseele zur Bewusstseinsseele geht es unter anderem um eine massgebliche Veränderung was die Perspektive, die Ausrichtung „und das Verstehen“ dessen betrifft was ich jeweils wahrnehme.
 In dem von Dir verwendeten Bild einer „anthroposophischen Hochkultur (und was besonders bedeutsam hier ist für ein mögliches eigenes Selbstverständnis, mit Schleifchen und Widerhaken) tritt dieser Übergang mit seiner ganzen heute noch weitgehend verdrängten inneren Problematik überdeutlich in Erscheinung.

Die Verstandesseele kennzeichnet sich über ein durchgehend dualistisch ausgerichtetes Seelenerleben. Die Bewusstseinsseele richtet, wie schon genauer betrachtet die Wortbildung dazu aussagt, „Bewusst - sein - s - Seele,“ ihr Augenmerk auf das langsame Bewusst-Werden des eigenen Seins in der Seele. Sie ist also zunächst unmerklich auf ein Erwachen für die eigenen Seinszustände ausgerichtet, ist „nondual“ in ihrem Wahrnehmen von allem Anfang an. Und wo das nicht bemerkt wird kommt es zu Konflikten unter zwei Menschen, bzw. zu tiefgreifenden Auseinandersetzungen innerhalb grösserer Gemeinschaften (siehe die Geschichte der AAG).

Es ist noch nicht sehr lange her da hat es Dich gefreut, dass ich Dir etwas entgegen halte. Sollte das mittlerweile nicht mehr so ganz der Fall sein, dann sprich es unverblümt aus. Die Bewusstseinsseele braucht jedenfalls keine „netten“ Krönchen alla anthroposophische Hochkultur. Für den der hinschauen mag drückt sie sich unter den einfachen Menschen auf der Strasse heute schon viel lebensnäher aus, als an so manchen Orten mit „privilegierter Bewusstseinsseelen-Pacht.“ Mir jedenfalls stehen die Leute auf der Strasse näher als irgendwelche Kreise, von denen Du meintest sie mir unterstellend in der letzten Zeit immer wieder andienen zu müssen. Lass das zukünftig bitte.

Bernhard Albrecht



Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor einem Tag 
Lieber Bernhard Albrecht, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe Dich in eine Kategorie gesteckt und auf die Schublade drauf gehauen. Es tut mir leid, das geht auf meine Kappe. Ich werde mich bemühen, ein besserer Gesprächspartner zu sein. Selbstverständlich sind Deine Beiträge im Blog willkommen, und ich möchte Dich und Deine Positionierung nicht abwürgen. Ich verstehe Dein Bemühen um eine Gesprächsebene, auf der das gegenseitige Ausgrenzen überwunden ist, bin aber selbst immer wieder ungeduldig und herrisch. Das ist die Schwäche, die Du andeutest, und das ist ja auch richtig. In diesem Sinne hoffe ich auf ein fruchtbares Miteinander – und fasse mich an die eigene Nase. Herzliche Grüße Michael


Dienstag, 17. September 2019

Notwendige Berichtigungen

https://egoistenblog.blogspot.com/2019/09/vom-hoheren-sinn-zum-unsinn.html#more

Lieber Michael, es wäre sehr Vieles zu diesem Deinem Blog-Beitrag zu sagen, ich will es bei sieben Kommentierungen zu einigen Sentenzen belassen.

1. Absatz
„Es ist im Grunde genommen recht egoistisch, wenn wir anfangen, uns für Anthroposophie zu begeistern, weil uns die Gedanken der Anthroposophie begeistern, uns als wahr erscheinen. Denn was befriedigen wir dann? Wir befriedigen das, was unsere Sehnsucht nach einer harmonischen Weltanschauung ist.“ (1)
1. Kommentar:
R.St. legte hier warmherzig und dennoch leise warnend den Finger darauf aufmerksam zu sein wie „gestimmt“ unsere Begeisterung für Anthroposophie sei, forderte also indirekt dazu auf den Prozess der Verarbeitung aufmerksam zu begleiten. Innerlich regsame Begeisterung in der Erarbeitung von Anthroposophie oder selbstbefriedigender Egoismus durch ausufernde visionär und illusionär sehnsüchtige Kataklysmen in der Seele des die Anthroposophie Aufnehmenden, das war in meinen Augen also die mehr untergründige Frage hier, die R.St. mit seinem „So-Sagen“ den Zuhörern der Vorträge zur selbstverantwortlichen Entscheidung anheim gab.

2. Absatz
„Nein, mit einer „Philosophie der Freiheit“, die die Autonomie & Souveränität des Denkens hochhielt, kann man in solchen Zeiten keinen Blumentopf gewinnen.“
2. Kommentar:
Richtig ist, R.St. konnte nicht äusserlich an seine Philosophie der Freiheit anknüpfen, indem er etwa seminaristisch diese mit seinen Zuhörern erarbeitete. Er konnte aber aus der Anschauung der Geist-Berührung heraus sprechen, die sich ihm aus seinem in die Welt stellen der Philosophie der Freiheit für ihn eröffnet hatte. Er repräsentierte die Philosophie der Freiheit also durchwegs in seiner Haltung während er sprach. Er nahm über seinen ethischen Individualismus im sich Ausdrücken die Haltung der Bewusstseinsseele ein. Er erzählte also nicht von Bewusstseinsseele, sondern war in Persona Ausdruck dieser Bewusstseinsseele während er sprach.

… Die „Wege und Ziele des geistigen Menschen“ …
3. Kommentar:
Von heute her gesehen betrat R.St. mit der Vortragstätigkeit (zunächst) innerhalb der Theosophischen Gesellschaft seinen Weg der Repräsentanz von Bewusstseinsseele. Er wartete nicht länger mehr darauf bis sich Menschen für seine Philosophie der Freiheit interessieren würden, sondern begann damit sie dialogisch über die Art und Weise seines Sprechens zu vertreten. Ein Umstand, der bis heute viel zu wenig in den Blick genommen, bzw. mit Untersuchungen zu seiner Sprache phänomenologisch näher erforscht wurde.
Die Sprache R.ST`s ist willensbetont geprägt. Er erzählt nicht Geschichten, sondern spricht in Bildern, um „seine“ Willensbewegungen darin zum Ausdruck zu bringen. Imaginationen fallen nicht einfach vom Himmel, auch nicht für Rudolf Steiner. Seinem Sprechen geht also Arbeit, harte innere Arbeit voraus. Dies hier zu sagen fordert schlichtweg der Respekt gegenüber einem geistig produktiven Menschen ein.
Rudolf Steiner zum Geschichtenerzähler herunter dimmen zu wollen ist kurz und bündig gesagt einfach nicht lebensecht, ist in meinen Augen Ausdruck eines aus dem Gleis geratenden Assoziieren, ist (auch) selbsttäuschend verpackte Gefühligkeit - Michael -, die Du doch bei den Anthroposophen so anzuprangern weist. Halte also bitte nicht nur anderen Menschen einen Spiegel vor die Nase, sondern erblicke Dich im gleichen Atemzug auch selber darin. „Geisterinnern.“
Eine Zwischenbemerkung:
Als ich Deinen Blog-Beitrag las und mir dabei Dich, diesen Text sprechend, vor Augen hielt, musste ich an den sich eskalierenden Streit-Dialog zwischen dem Studentenführer und dem Universitäts- Rektor der Kölner Universität 1969 denken, dessen unmittelbarer Zeuge ich war. Der Mangel an Unterscheidungsvermögen zwischen den beiden Wortführern führte schlussendlich zur Stürmung der Kölner Universität durch 500 Knüppel bewehrte Polizisten, bei der, wie ich selbst mit eigenen Augen sah, nicht wenige an der eigentlichen Demonstration und dem studentischen Besetzungsversuch völlig unbeteiligte Menschen eines über die Rübe gezogen bekamen.
Und Du Michael, ziehst Du nicht auch immer wieder mit Deinem Sagen in Deinen Blog-Beiträgen den Knüppel aus dem Sack und triffst Menschen … einfach so? Meinst du etwa andere Menschen aufwecken zu müssen?
Zum Aufwachen kannst Du nur Dich selbst bringen. Getreu der Inschrift über dem Tempel zu Delphi: Erkenne Dich selbst. Daran führt für keinen von uns beiden, wie auch weiteren Lesern hier der Weg vorbei. Ob pro oder kontra Haltung zu dem hier Geschriebenen, das Erkenne Dich selbst mit all seinen möglicherweise schmerzhaften Facetten ist nicht zu umgehen.

„Sagenhafte geheime Rosenkreuzer-Vereinigungen, … die die „harmonische Weltanschauung“ mittels „welthistorischer Stimmung“ in „rechter Vorstellungsart“ bediente, …
4. Kommentar:
Für wie dumm hälst du eigentlich Deine Leser, Michael? Das ist doch ein Kuschel Meeting der Gefühligkeit mit Dir selbst, garniert mit spitzen Bemerkungen zu angeblichen „Meister Handlungsnotwendigkeiten in der ersten Dekade des vergangenen Jahrhunderts, an dem Du meinst uns Leser teilhaben lassen zu müssen. Es fällt mir schwer zu sehen wie die Worte Rudolf Steiners in ihrem tatsächlichen Gehalt noch mehr herunter geschliffen werden, bzw. aus dem Zusammenhang gerissen und gleichsam neu zusammengenäht aneinander gereiht präsentiert werden könnten, als Du es hier tust. Und Du findest diese Deine Schreibe wohl auch noch toll, denn ansonsten hättest du sie sicher nicht veröffentlicht.
Doch ich will mich hier weiterer Charakterisierungen Deines Sagens enthalten. Einer kritischen Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner dienen Deine Aussagen nicht. Dazu hast Du Dich in meinen Augen immer wieder zu sehr auf die Seite des Vermeinens hinausgelehnt und einer nüchternen Sachlichkeit den Abschied gegeben.

„Ein solcher Troubadour der starken Bilder und auch grossen, wenn auch simplifizierenden Narrative …“
5. Kommentar:
Ich frage mich, Michael, hast Du schon je einmal über Dein Vermeinen hinaus Dich einem anderen Menschen hörend anzunähern versucht? Bei einem derartigen Versuch kannst Du nämlich die Erfahrung machen, dass Dir buchstäblich jegliche Worte innerlich nur so weg bröseln, Du die Erfahrung der leeren Hand machst, und Du sprachlos wirst. Du betrittst das Land des bedingungslos offenen Herzens. … Und Troubadoure waren solche Menschen. Deshalb gab es auch nur so wenige von dieser Art … Meister des Oberton-Hörens. Sie verstanden es in einzigartiger Weise Lebenslinien singend aufzuzeigen, die ansonsten keiner in dieser Art vernahm. Deshalb wurden sie mitunter auch die tragischen Helden genannt, weil ihre Lieder gleicherweise jubelnd aufgenommen (wie nicht selten auch grimmig mit Hass belegt) wurden. Sie führten ein gefahrvolles Leben des Nicht-Verstanden-Werdens. Wie sehr, das führst Du eindrücklich unter anderem hier vor, wenn Du R.St. einen Meister „simplifizierender Narrative“ nennst. Abstrakt betrachtet kannst Du es nur so sehen, das will ich Dir zugute halten.

3. Absatz
„Es war das zentrale Versprechen … „Die Erkenntnis der in diesem Buche gemeinten Geisteswissenschaft kann jeder Mensch sich selbst erwerben.“ …“
6. Kommentar:
Wie hältst Du es mit der genauen Verarbeitung von Wortbedeutungen, bzw. präzisen Aussagen R. Steiners. Wenn Du zunächst von einem Versprechen Rudolf Steiners sprichst, um im nachfolgenden Satz dann ein wörtliches Zitat R. Steiners anzuführen, in dem dieser davon spricht, dass Geisteswissenschaft ein jeder Mensch selbst erwerben könne, wo ist durch diese Aussage bitte ein Versprechen ausgedrückt. Von selbständiger Arbeit ist die Rede und von nichts sonst.

„Und ist nicht die Konstruktion des Bildzusammenhangs „höherer Welten“ an sich schon der denkbar größte Dualismus, der die Hindernisse erst aufbaut, die er zu überwinden vorgibt?“
7. Kommentar:
Nun den Dualismus hat R. St. nicht erfunden, sondern die Schwierigkeiten, die diese Welt-Betrachtungsweise hervorruft vorgefunden,
Versuch es einmal so zu sehen: Rudolf Steiner hat nicht „gemunkelt“ wie Du sein Sagen anzuschauen geneigt bist, er hat auf alle nur mögliche Weisen geradezu den Grind von den Vorstellungen der Menschen zu lösen versucht, sich abgemüht sie für ein differenzierteres Anschauen geistiger Phänomene zu sensibilisieren. Wer >sein ureigenes  E r f a h r e n < nicht bis auf den Grund hin durchackern und beleuchten will, der kann nur weiter von einer geistigen Welt träumen, bzw. als Alt-Achtundsechziger darüber räsonieren was „in seinen Augen“ alles im Argen liegt.
Ich sagte es ja schon: Am erkenne Dich selbst kommt keiner vorbei. Da hindurch zu gehen liegt, wie ich für mich den Lebensgang Rudolf Steiners innerlich bearbeitet habe, ausserhalb jeder Verantwortung von Rudolf Steiner. Einmal muss der Lehrer seine Schüler ins  L e b e n  entlassen. Das Metanoia sich im Durchgang durch das eigene individuelle Jordan-Tauf-Erlebnis zu erringen kann niemandem abgenommen werden. Da Rudolf Steiner das nicht konnte, das ist auch der bis heute aus meiner Sicht nicht wirklich verstandene Grund dafür, dass ihm mit letzter Kraft schlussendlich nicht anderes mehr verblieb als sein Lehramt niederzulegen.
Natürlich kann ich Deinen Einwand verstehen, dass von „höheren Welten“ zu sprechen auch durchaus kritisch angeschaut werden kann und „von heute her“ betrachtet mit innerem Augenmass auch muss. Einhundert Jahre nach Rudolf Steiner ist die innere Willenslandschaft der Menschen eine andere als dazumal. Ich habe ja immer wieder einmal vorsichtig auf eine notwendige Willensdynamisierung hingewiesen, was mir nicht unbedingt mit Verständnis goutiert wurde. Sich auf die eigenen Füsse zu stellen ist keineswegs pietätlos gegenüber Rudolf Steiner, es ist schlichtweg nur unbequem.
Mal ehrlich, um im Bilde zu sprechen, sich in einen Windkanal hineingestellt zu erleben und darin gleichsam rudernd im weitesten Sinne die Herrschaft über die eigene Körperausrichtung zu erlangen, bzw. erlangen zu wollen ist ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen. Und damit ziehe ich noch einen eher harmlosen Bildvergleich mit den tatsächlichen Turbulenzen heran, denen Du Dich bei einer echten, nach innen wie nach aussen gewendeten Dynamisierung Deines Willens erlebend ausgesetzt sehen kannst. Da lasiere ich doch lieber die Wände meines Schlafzimmers mit einem zarten Rosa und lasse es mir darin wohl sein. Oder etwa nicht?
Hier mehr Herzensverständnis für Deine Mitmenschen sich innerlich zu erlauben und nach aussen auch zu zeigen gehört mit zu einer praktischen Willensdynamisierung. Solange Dir das nicht einigermassen zureichend gelingt bist Du einfach Dir gegenüber nicht ehrlich. Punkt.

                                                                                                                                     Bernhard Albrecht

Sonntag, 1. September 2019

Nachdenkliches zwischen den Zeilen.

Auf:   https://egoistenblog.blogspot.com/2019/08/artifizielle-anthroposophische.html#disqus_thread
ist gegenwärtig ein Dialog am Laufen, der noch nicht bendet ist. In eher leisen Tönen bewegen sich dabei Gedanken-Nuancen durch Wort-Zwischenräume, die mir der Beachtung wert sind, weil durch sie in der einen oder anderen Weis mehr oder weniger auf Grundsätzliches verwiesen wird. Deshalb reblogge ich sie an dieser Stelle.

Bernhard Albrecht Hartmann • vor 6 Tagen
Wieder ein grosser Wurf, Michael. Noch differenzierter und sensibler in seinen inneren Klangräumen, als in Deinem diesem vorausgehenden Blog-Beitrag. Danke.

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 6 Tagen 

Spüre ich da eine kleine Spur Ironie, lieber Bernhard Albrecht?


Tomtetom Michael Eggert • vor 5 Tagen 

Leider immer wieder so erlebt...
Bleib dran, denn es wirkt...wie man sieht ;)



Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 5 Tagen
Ironie ist nicht mein Ding. Lächel. Du musst also nicht weiter in den "Pass auf Modus" gehen und den Schutzschirm (?) der von Dir so gerne eingesetzten (provokativen) Ironie aufrufen. Im Übrigen gilt, Du kannst das in Deinem Topos für diesen Deinen Beitrag in Grossschrift hervorgehobene Wort "Ätherleib" nicht nur plakativ nach aussen gewendet tragen. Sieh Dich selber darinnen ... Lächel ... und es lebt sich um einiges leichter.
"Werden sie ein Tänzer" hat das Rudolf Steiner nicht in seinem Heilpädagogischen Kurs gesagt? Mehr zu den von Dir angesprochenen Gefühligkeiten, wenn ich einiges vorrangig hier auf meiner Agenda Stehende abgearbeitet habe. Mit einem lieben Gruss werfe ich diese Flaschenpost hier in den Oberrhein und hoffe, dass sie Dich erreicht.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 5 Tagen 

Ja, Danke, die Post hat mich erreicht. Mit Tanzen kann ich nicht so dienen, da ich wohl eher ein Trampeltier bin. Aber ich bin gespannt, was da von Dir zum Thema Gefühligkeit noch ausgearbeitet werden wird. Du bist ja näher an den Quellen des Flusses, ich an der Mündung, also sehen wir, was dabei heraus kommt.



Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 3 Tagen • edited 

Der Selbstgefühligkeit in sich in ihren vielfältigen Schattierungen zu Leibe zu rücken ist wahrlich kein leicht Ding. Wenn Du das, Michael, von Dir her nicht auch da und dort als Erfahrung mit Dir herumtrügest, Du hättest dies in Deinem Beitrag nicht so sensibel ansprechen können. Mit Wilfried Jaensch gesprochen, den Du mit einigen Gedankengängen zur Bedeutung der „Kraft der Unterscheidung“ in diesem Blog-Beitrag zitiertest (1) ist in meinen Augen die zentrale Kraftdynamik benannt, die ein Freies Geistesleben „überhaupt erst“ in seiner tieferen Bedeutung zur Erscheinung verhelfen könnte. 

Noch ist die Kraft der Unterscheidung im Wesentlichen nach aussen gerichtet. Wenn es denn gelänge diese Dynamik neben dem Aussenbezug im Innenverhältnis jeweils ganz bei sich zur Anwendung zu bringen, ohne irgendwelche direkten oder verdeckten Projektionen, Unterstellungen oder Vermutungen, wenn die bisher mehrheitlich gängige abstrakte Reflexion mit ihrer immanenten Versuchung zum dualen Streit-Diskurs in eine nonduale seelische Beobachtung hinein sich bändigen könnte, dann würden sich noch ganz andere Dimensionen im Verständnis von Rudolf Steiner auftun. So meine Auffassung aus Aha-Erlebnissen durchaus noch anfänglicher Art.

Manchmal kommt es mir so vor, wenn ich so gewisse Diskurse über ihn verfolge, dass da - im Bilde gesprochen - gleichsam fünf Töne aus einer Fuge von J. S. Bach herausgelöst werden, um vollmundig abzuleiten, Bach sei ein kompositorischer Spinner. Ich betrachte das und das ist jetzt bewusst sarkastisch gehalten als „eine wissenschaftlich sachliche Spitzenleistung.“ Ist denn Rudolf Steiner ein Kratzbaum für jede Art von Gefühligkeit, verkleidet in abstrakte Reflexionen?Und damit verteidige ich Rudolf Steiner noch nicht einmal, ich lege lediglich den Finger auf die Art und Weise wie mit seinem Werk immer wieder methodisch umgegangen wird.

Dies ist nur ein Weniges von dem, was mir gerade zu diesem Thema so durch den Kopf geht. Ich will es für heute dabei belassen.

Bernhard Albrecht

(1) https://egoistenblog.blogsp..., 2. und 3. Absatz.



Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 3 Tagen 

Ja, ich stimme Dir zu. Ich halte es auch persönlich für ein verbreitetes Problem, dass die Beschäftigung mit Anthroposophie die Selbstgefühligkeit – in Steiners Worten die luziferische Verstrickung– geradezu befeuern kann. Es stimmt, dass das ein individuelles Problem ist– aber auch insofern ein anthroposophisches, dass dabei ein Missbrauch der anthroposophischen Wirksamkeit eintritt, eine Lähmung und Verschiebung ins Irrelevante. Ich denke z.B., dass es wirklich genügend Aspekte in der modernen Technik gibt, die überaus klar aufbereitet werden könnten und auch relevant sind – nur als Stichwort die Manipulation durch soziale Netzwerke wie im Fall Cambridge Analytica, auch auch der ausufernde Lichtmüll, die völlige Überfrachtung unserer Sinne usw. die oben genannte Forschungsrichtung dagegen, die die Schädlichkeit der LED verallgemeinernd behauptet, halte ich für einen typischen Reflex und letztlich für eine banale Fehlbeurteilung, die die Anthro– Gefühligkeit bedient. Das ist aber in meinen Augen nur ein Beispiel dafür, wie die Technologen Reflexe bedient werden. Und auch, wie es richtig schief gehen kann mit Pseudo– Esoterik. Das führt in die Welt der Globuli und ätherischen Steigbilder, und somit in den selbst gezimmerten Elfenbeinturm




Rudolf • vor 5 Tagen • edited
Gut lesbare wirklichkeitsnahe Beschreibung anthroposophischen Innenlebens.
Aber es geht wie immer, nicht um Anthroposophie, sondern - immer mit der obligaten Anhäufung persönlich ausgerichteter Seitenhiebe - um Anthroposophen und die Belustigung an Ihren menschlichen Schwächen. Kann man natürlich machen.
Problematisch wird es dann, wenn diese „Endlos-Schleifen" fixer Bestandteil seichter Anthroposophie-Kritik werden, wenn das unaufhörliche Lächerlichmachen von anthroposophischem Ambiente, sei es im Einzelfall auch noch so wahrheitsgemäss wiedergegeben und beschrieben, Teil des Kampfes gegen die Anthroposophie selbst wird. 
Wenn also, wie immer, Steiner selbst so quasi als Schuldiger, als Urheber der Verhaltensweisen heutiger Anthroposophen ins Rampenlicht gestellt wird.
Gibt es denn nicht andere Wirkungen der Anthroposophie in der heutigen Welt, als "bigotte Leitwölfe", "eitle Frömmelei", "eigenwillige Sprachstile", "Wiederholung anthroposophischer Vokabeln in Endlosschleife" usw. usw. ?
Dieses einseitige Hinweisen in Endlosschleife Ihrerseits, Herr Eggert, kann dies denn überhaupt - da es sich ja in letzterem erschöpft - überhaupt noch konstruktive Anthroposophie-Kritik darstellen?
Ich meine nein!
Sind die Wirkungen der Anthroposophie nicht viel mannigfaltiger, als die Produktion abgehobener Leitwölfe ??
Wo gearbeitet, sprich geistig gewirkt wird, fliegen eben Späne, in Form von negativen Nebenwirkungen. Warum wühlen sie immer nur im "Späne-Kehricht" herum, und übersehen die fertig gehobelten Endprodukte?
Oder geht es Ihnen, so wie mir selbst, auch darum, zu demonstrieren, was geistige Tätigkeit alles bewirken kann, im Negativen wie im Positiven? Anthroposophie als Werkzeug, wie ich immer sagte?
Mit dem man, wenn man es denn möchte, Menschen produzieren kann, die einem das Geschirr in die Hand drücken und auch solche die es wirklich wegtragen, denn auch die gibt es zuhauf! Aber eben nicht nur! Um das geht es ja!
Wäre nett, wenn Sie es unmissverständlich sagen würden (bzw. könnten oder dürften ??),
denn im Zustimmungsfall wäre ich gar nicht mal auf Ihrer Gegenseite.

Michael Eggert Mod Rudolf • vor 5 Tagen 

Natürlich, Rudolf, geht es um eine Tendenz- eine Ego- Falle wie andere auch, die dieses Blog immer schon bearbeitet hat. Und natürlich kann Anthroposophie als Instrument angesehen werden, das in jeder Richtung genutzt werden kann- produktiv ebenso wie Wagenburg- artig. Da hat auch niemand die Deutungshoheit- schon gar nicht 100 Jahre nach der Begründung. Wir sind selbst aufgerufen, etwas daraus zu machen. Ich wäre sicherlich nicht so lange dabei geblieben, über das Thema zu schreiben, wenn nicht auch für mich äußerst produktive, aufbauende, verbindliche Aspekte damit verbunden wären. Das Blog hier beschäftigt sich auch deshalb mit den Schalen, den Abwurfprodukten, dem verhornten und versiegelten Abbauprodukt, weil diese Herangehensweise im Blog seit 20 Jahren eine gewisse Tradition hat- und auch weil dieser Blickwinkel in seiner allzu sehr verallgemeinernden Positivitätshaltung einen gewissen Charakter hat. Möglich, dass es inzwischen nicht mehr originell wirkt oder ist. Die Reaktionen darauf aus den anthroposophischen Elfenbeintürmen sind es in jedem Fall, immer wieder. So geht einem die Anregung nicht aus. Es ist aber auch nicht so, dass dieser Blickwinkel meine einzige Positionierung wäre. Es gibt auch eine Neugier auf das Thema, die Bestand hat.



Tomtetom Rudolf • vor 5 Tagen
"Kann man natürlich machen" ... Genau. Hat Steiner ebenfalls gemacht, nämlich sich lustig...Zitate? Lieber nicht? ;))
Das einzige was Steiner nicht so gerne gemacht hat, jedenfalls nicht öffentlich, dass er sich mal selbst auf den Arm genommen hätte (soll ja durchaus auch ne Tugend und erfrischend sein)...
Wer weiss, vielleicht wäre dann der Astralkörper oder der Ätherkörper der AAG und anderer Experten etwas durchlässiger und flexibler geworden, wer weiss...

Rudolf Tomtetom • vor 3 Tagen • edited 

Nur weil Steiner das auch machte, soll es also heute auch noch richtig sein?
Das Entscheidende ist doch aber, dass Steiner sich nicht über Anthroposophen lustig machte um die von ihm geschaffene Anthroposophie zu schädigen, sondern wohl eher um sie im Gegenteil vor negativen Entwicklungen zu schützen.
Bei dem heutigen einseitigen und immer wiederkehrenden Lächerlichmachen von Verhaltensmustern heute real existierender Anthroposophen, noch dazu mit Verweis auf Rudolf Steiner als angeblich dafür Verantwortlichen, sieht das aber schon ganz anders aus!



Tomtetom Rudolf • vor 2 Tagen 

Oh, ja das ist heute mehr denn je richtig..Satire und Humor (auch Selbstironie) waren schon vor tausenden Jahren wichtig...
Und Steiner hat natürlich nicht im Sinn gehabt Anthroposophie zu schädigen mit satirischen oder lustigen Äusserungen.
Aber wie nun? Wer schädigt denn hier in diesem kritischen Anthro-Blog? Das sind doch einzig und alleine IHRE sporadischen
Empfindlichkeiten und eine ganz persönliche Ansicht darüber, was für SIE Schädigen bedeutet. Sie picken sich dann einfach nur Sachen aus dem Zusammenhang heraus, aber leider ohne den geringsten, persönlichen Erfahrungswert aus der anthroposophischen - oder IHRER Praxis vorzustellen.
Erinnert mich irgendwie an Don Quijote ;)



Rudolf Tomtetom • vor 2 Tagen • edited 

Die Bezeichnung "Kritischer Anthro-Blog" ist ja bemerkenswert, alle Achtung!
Nur, einen solchen kann es nicht geben, weil ein Widerspruch in sich! Es sei denn, er wäre (aus anthroposophischer Sicht) etwas anderem gegenüber "kritisch" ausgerichtet, als der Anthroposophie selbst, was aber speziell angegeben werden müsste!
"Anthro-kritischer Blog" wäre wohl richtiger, aber man will ja sicherlich wieder einmal alles in einem sein, anthroposophisch und gleichzeitig anti-anthroposophisch.
Kann man machen....;-), nur entsteht dann die eigene Widersprüchlichkeit nicht mehr in der Wahrnehmung der Anderen, sondern wird zu einer Tatsache!
Mag auch sein, dass einige hier den Eindruck gewinnen, ich würde gegen Windmühlen kämpfen. Liegt in Abhängigkeit vom Objektivitätsgrad seiner Wahrnehmungsmöglichkeiten im Auge des Betrachters.
Empfindlichkeiten hin oder her, in erster Linie kritisiere ich die Beliebigkeit im Umgang mit Rudolf Steiner. Dazu stehe ich!
Steiner beispielsweise zu unterstellen, er selbst hätte "Ur- Rollenmodelle ausgegeben", ...........die "bis heute gerne befolgt werden" und die dann ziemlich schnell dazu führen Mitmenschen "wie Dienstboten zu behandeln, bigott zu werden" usw...usw... , und das obwohl er alle möglichen Tendenzen bei seinen Anhängern selbst geißelte, zeugt doch wohl eher von einer zumindest fragwürdigen Art der Rezeption anthroposophischer Inhalte und des Umgangs mit der Person Rudolf Steiner. 
Gerade so, als wenn Rudolf Steiner damals nicht so dämlich gewesen wäre, es heute auch keine dämlichen Anthroposophen geben würde. 
Jetzt mal auch sarkastisch formuliert, etwa kein Fall von "wissenschaftlich sachlicher Spitzenleistung"?



Tomtetom Rudolf • vor 2 Tagen 

Ahja...Soso...
Und wo sind Ihre anthroposophischen Inhalte?


Michael Eggert Mod Rudolf • vor 2 Tagen
Lieber Rudolf, „Beliebigkeit“ im Umgang mit Steiner ist das ungeeignete Wort. Die Frage ist, ob der Meister sakrosankt ist bzw. wie schmerzhaft es auch heute noch für Schüler/ Freunde ist, ihm Widerspruch und Irrtum zuzugestehen. So ein Verhalten kann als komplette Infragestellung empfunden werden, wie es in jeder Mysterien-Schule als Frevel angesehen worden wäre. Aber eben dieses traditionell Weihe-artige, das Steiner sicher auch – schon in seiner Bildsprache, in seiner Sehnsucht nach (Freimaurer) Exerzitien, seinem Faible für Griechentum (an Ende in Bezug auf Ita Wegman) ausgelebt hat, aber auch in seiner Rolle als Meister angelegt hat, erzeugt die so nachhaltigen internen Probleme, die chronifizierte Hybris der Anhänger . Das ist es nicht nur, das betrifft nur einen problematischen Aspekt. Ich denke, das kann man heute als kritischer Zeitgenosse durchaus verkraften, und wenn nicht, dann lässt man es eben. Sie müssen sich den Schuh ja nicht anziehen.


Claudius Weise • vor 5 Tagen
»Stammheft des deutschen Anthroposophentums«, soso. Nur weil man selbst etwas nicht empfinden oder nachvollziehen kann, heißt das noch lange nicht, dass Leute, die das tun, Halluzinationen haben oder etepetete sind. Jedenfalls ist das meine eigene Erfahrung. Außerdem ist es Kollegin Wendt, nicht »Kollege«. Und was zum Teufel hat unser letztes Heft mit ihrem bübischen Leitwolf zu tun? Mir scheint, Sie arbeiten mal wieder Ihre Idiosynkrasien durch, lieber Herr Eggert. Unser Bullshit-Filter arbeitet jedenfalls ganz gut, vielen Dank.

Michael Eggert Mod Claudius Weise • vor 5 Tagen 

Ja nun, Herr Weise, die Komödie nimmt hält ihren Lauf, und das Narrativ spinnt sich fort. Das Blog hat ja nun auch einen Ruf zu verlieren, und muss das Niveau konstant unterirdisch halten. Hier geht um Langstreckenlauf, nicht um den anthroposophischen Sprint. Dass mich das in Ihren Bullshit- Filter treibt, ist natürlich bedauerlich, aber wohl kaum zu vermeiden. Pardon an Frau Wendt, das wird korrigiert.
Claudius Weise Michael Eggert • vor 5 Tagen 

Mit Bullshit-Filter meine ich eigentlich Dinge, die wir rausfiltern und nicht veröffentlichen. Aber wo waren Sie eigentlich, als in Info3 praktisch dasselbe stand, nur halt in komprimierter Form https://www.info3-verlag.de...

 

Michael Eggert Mod Claudius Weise • vor 5 Tagen 

Das habe ich echt verschlafen.




Bernhard Albrecht Hartmann Claudius Weise • vor 16 Stunden • edited
„Nur weil „man“ selbst etwas nicht empfinden oder nachvollziehen kann, heisst das noch lange nicht …“
Wissen sie das wirklich, dass Herr Eggert das nicht kann?

Und: Hat Herr Eggert das tatsächlich gesagt, „dass Leute, die das tun, Halluzinationen haben oder etepetete“ seien?

Keine Sorge, Herr Weise, ich will hier keine Wortklaubereien vom Stapel lassen und auch Herrn Eggert nicht verteidigen, damit würde ich nur in die dualistisch ausgerichtete Ego-Falle laufen, die zu übersehen immer wieder viel Verwirrung stiftet und Illusionen ins Endlose prolongieren kann, einfach weil im Sinne des Sokrates alltäglich Situationen, die sich auf den Marktplätzen dieser Welt ereignen nicht genügend tief unter die Lupe genommen werden.

Alles was mich aufregt, wenn auch versteckt, das hat etwas mit mir zu tun und dort genauer fragend hinzuschauen, mich wie einen Fremden zu befragen, das entwickelt die Bewusstseinseele, wie sie schon Sokrates einst im Keim veranlagt, ins Leben hinein.

Menschen wie ein Herr Eggert können sehr unbequem sein, denn sie holen „Denkhaltungen“ von mir an die Oberfläche, die ich im gegenwärtigen Augenblick lieber unter der Oberfläche belassen hätte, bzw. die ich möglicherweise noch gar nicht bei mir wirklich registrieren konnte, weil ich Weckrufe in dieser Richtung von Menschen meines Schicksalsumkreises bisher einfach verschlafen oder zumindest nicht ernst genug genommen habe.

Herr Eggert charakterisiert sich ja selber als Trampeltier (weiter oben hier in diesem Dialog). Ich erlaube mir hinzuzufügen, er bewegt sich mitunter wie ein Elefant im Porzellanladen und was liegt da näher als dieses Verhalten nicht zu goutieren, weil er ja so manches niedertrampelt, was aus meiner bisherigen Sicht so nicht behandelt werden sollte. 
Doch: Der Elefant hat ein ausgesprochen sensibles Umkreisbewusstsein für „Lebensverletzungen.“ Ich erlaube mir hier einzuflechten, dass Menschen mit solchen und anders gelagerten Lebensgaben oft einen Weg der Verkennung gehen müssen. Im Sinne der Bewusstseinseele ist es jedoch an uns solche und viele andere Verkennungen aufzuheben, die wir mit unserem „Vermeinen“ überhaupt erst hervorrufen., bzw. aus unserer Vergangenheit als Verkennung mit in dieses Leben hereintragen, solange bis ich an diesem oder jenem Menschen bereit bin in ein, in mein metanoia hinein aufzuwachen. 

„Alle Vorstellungen müssen verbrannt werden.“ (R.St.) Was heisst, die Würde des je anderen Menschen ist in erster Linie herzustellen, bzw. zu wahren, indem ich meine Art der Verkennung vorrangig zu bereinigen versuche, bevor ich in einen dann um vieles sachlicheren Diskurs, durchaus auch über Gegensätze hinweg eintrete. Vor diesem Hintergrund gelangt dann, aus meiner ganz persönlichen Lebenserfahrung heraus gesprochen, so manches in meinen Bullshit - Schreder, von dem ich bisher überhaupt nicht dachte, dass sich dahinter Bullshit verberge.

Herr Weise, ich grüsse Sie mit Respekt

und Dich Michael bitte ich um Verzeihung, dass ich Dich herangezogen habe, um etwas mit vielen offenen Fäden verhalten zu charakterisieren, was mir zu diesem Zeitpunkt geboten schien, dass es einmal leise benannt würde.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 15 Stunden 

Vielen Dank, lieber Bernhard Albrecht, dass Du mich gegen Insinuationen von Claudius Weise verteidigen möchtest, aber der darf das. Ich habe ihm einige Male vors Bein gepinkelt, und damit hat er alles Recht der Welt, sozusagen etwas derbe gegen zuhalten. „Verkannt“ fühle ich mich da nicht, und von wem auch? Ich bin schon in jungen Jahren zu Osho - Gruppen gefahren oder auch zu lokalen Kundalini-Yogalehrern, und habe mich über die Techniken der Beeinflussung ausgelassen. Im State–of–mind, den ich meditativ nennen würde, spürt man die Kräfte, mit denen Manipulation mit okkulten Methoden vollzogen werden, so deutlich, dass sie mit Händen und Worten zu greifen sind. Das ist schlicht etwas, was mich interessiert. Ob die mich dabei verkennen, ist mir völlig Wurst. Und ein wenig mache ich es bis heute– nicht professionell, aber als in der anarchosophischen No– Bullshit Truppe tätig, sozusagen als Hobby. Dass es nicht gerade Beifall regnet, ist einem doch klar. Insofern denke ich nicht, dass der Elefant psychologischer Beratung bedürfte. Aber vielen Dank für Deine Empathie.

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 3 Minuten
Lieber Michael. Wenn Du in meinen Ausführungen irgend eine Form von Beratung erblickt haben solltest, dann stammt sie nicht von mir.

Klar ist, so Du am Morgen vor den Spiegel trittst um Dich gegebenenfalls zu rasieren, Du Dich dort siehst als den, der Du in diesem Moment bist, einen Mann mit Bartstoppeln im Gesicht. Ganz und gar nicht so klar ist demgegenüber, wen Du erblickst wenn Du einem Du gegenüber trittst. Schaust Du im Spiegel des Du zuerst durch die Brille des „Erkenne Dich selbst“ auf das Du, das Dir gegenüber sitzt oder steht, bzw. über das Internet eine Verbindung mit Dir hergestellt hat oder lässt Du den Narzissten in Dir von der Leine und führst „Dich und Dein Gegenüber“ in die Kreuz und die Quere.
Der Narzisst kann nämlich auf die eine oder andere Weise unheimlich gut Geschichten erzählen. Wenn es darauf ankommt fabuliert er das Blaue vom Himmel herunter und kann darüber hinaus die Kraft der Umlenkung auf eine Weise zur Anwendung bringen, nur um nicht in die Verlegenheit zu geraten in eine grössere Nähe zum Du (oder auch zu einer Gemeinschaft) zu gelangen. Er weis mit allen Mitteln einen unscheinbaren Kreis um sich geschlossen zu halten … aus Furcht der Macht des Ich zu begegnen. 

Die echte Du-Begegnung ist Furcht einflössend, weil es dabei um Erwachen zu sich hin, um Initiation geht. Der Narzissmus ist gleichsam die letzte Membran, die es in der Häutung auf das Ich hin abzuwerfen gilt. Und damit ist er zugleich das grösste Hindernis für ein Sich-Ereignen-Können einer Kulmination in anthroposophischen Zusammenhängen. 

Die Furcht angesichts des Du vor dem primären Hinschauen allein auf sich, auf das Erkenne Dich vor allem anderen zuvörderst selbst ist einfach zu gross. Der Drang das Du immer noch und immer wieder in Haft nehmen zu wollen für dieses oder jenes, anstatt das Du als Briefträger einer Schicksalsbotschaft zu begreifen das eigene Ich schrittweise mehr in seiner Selbstwirksamkeit zu aktivieren und damit seiner Initiation näher zu bringen beherrscht nach wie vor die Lebensverhältnisse in den sozialen Räumen.

Ich kehre zum Anfang dieser meiner Zeilen zurück. Was Du im Spiegel dieser Zeilen aus den Tiefen der Mottenkiste Deines Seins hervorholst und vor Dir in Geltung versetzt oder auch nicht fusst auf „Deinem ureigener Beratungsakt“ und auf nichts sonst. 
Initiation ist ein holperiger Weg, Stürze sind vorprogrammiert. Sie kann den, der diesen Weg geht nicht sakrosankt einhüllen, also von jeder Art von Irrtümern freisprechen. Doch wer ihn geht erzieht sich durch Selbstkritik zu sehr viel mehr Vorsicht und vielleicht auch Güte gegenüber anderen Menschen, was mit Augenwischerei nichts zu tun hat, sondern schlicht ein Ausdruck von Achtsamkeit ist … gegenüber sich selbst und … dem anderen Menschen.
Bernhard Albrecht

Tomtetom Bernhard Albrecht Hartmann • vor einem Monat 
Lieber Bernhard, allerdings hat Michael die Gabe die Dinge eben direkt zu nennen und auf den Punkt zu bringen, gerade auch wo Manipulation etc. eine Rolle spielt. Ich sehe in der Initiation des Nondualen zwar einen grossen Sinn, gerade in sehr engen Du-Beziehungen kann das eine zeitlang gut sein, aber es verfehlt dadurch andererseits oft das direkte Anschauen und die Urteilskraft und die nötige Abgrenzung von unfruchtbaren, lieblosen Zuständen...siehe das berühmte Beispiel - ewig mit einem gewalttätigen Alkoholiker verheiratet zu bleiben, trotz Leid und Elend - oder das Nicht-Kommen-Sehen und das verschlafene Urteilen, was die brutale Nazikultur betrifft usw.
Also Wachheit schon, sehr sogar, aber dies nur nondual im Du und in einer Spiegel-Selbsterkenntnis bzw. total verinnerlicht, führt auch nicht immer weiter, ist zumindest nicht Michaels Intention. Es sei denn man ist der Dualität müde geworden ? und will womöglich den Einsiedler und seine beschauliche Ruhe haben? Wäre auch verständlich..
Für mich heisst Initiation auch, eine vage Synthese aus allem, aber zu förderst auch Mut zum Urteil, zur Weitsicht und Wahrheitssuche und zwar in konkreten sozialen und menschlichen Verhältnissen und eben sich auch mal nass machen wollen dabei. Da fühl ich mich hier recht wohl und aufgefangen. Ich habe gerade in der Anthroposophie genug erlebt was eben nur scheinbare Nondualität und Soziales bedeutet. Kritik und Hinschauen anthro-sozialer Missstände ? Gerne unerwünscht ;)
Ist ein grosser Thema!

Beste Grüsse!



Bernhard Albrecht Hartmann Tomtetom • vor 14 Tagen 
Sehr verspätet doch noch eine Antwort an Dich, die mir wichtig ist.
Nondual kann eine Beziehung sich nur weiter entwickeln durch Klarheit. Dies ist in Alkoholiker Beziehungen eine schwierige Sache. Zu vernebelt gestalten sich da viele Kommunikationsabläufe.

Ich weis das aus einschlägigen beruflichen Begebenheiten heraus. Da musst Du echt Mut entwickeln, dich, wie Du sagst auch einmal nass machen wollen und eingeschliffene Bewegungsabläufe unter den Beteiligten schmerzhaft öffnen können. Anders ist Entwicklung nicht wieder in Gang zu bringen. Der sanften Hand, die sich in Verständnis hingibt, muss innerlich ein Bewusstsein für die Grenzen eigenen Ertragen Können wie der Selbstverschleierung des Tatsächlichen wachsen. Dies ist Aufgabe einer sehr klar artikulierten Beratungshilfe und Beratungspräsenz. Der Alkoholiker selbst findet aus seiner selbstinduzierten Lebenssituation meist nicht heraus ohne dass ihm von aussen ordentlich auf die Füsse getreten wird, um es salopp zu sagen.

Was die brutale Nazikultur betrifft, so hege ich hier die Auffassung, ein jeder, wirklich ein jeder konnte sie kommen sehen, wenn er nicht den Kopf in den Sand steckte. Sich rausreden geht hier nicht. 
Das geht auch heute nicht, wenn Du auf die Entwicklung innerhalb der AfD hinschaust. Gleiche Fehler wie in der Weimarer Republik geschehen wieder. Die Verharmlosung, wie gleicherweise die unsachliche Dämonisierung passieren erneut. Und so kann Ungutes im Dunklen gedeihen, so kann ein Bernd Höcke allen auf der Nase herumtanzen und aussprechen was geschehen wird … wenn nicht ein entschiedener Bewusstseinsruck der Vielen sich innerlich noch mehr verdichten kann. Äussere Proteste gegen Rechts alleine werden nicht ausreichen.

In Hongkong ist eine Protestbewegung seit Wochen im Gang, die hoffentlich die eigene innere Haltung noch weiter steigern und halten kann. Da sind wir in Deutschland noch einiges davon entfernt eine derartige Bewegung auf die Beine zu stellen und eine Wachheit als wachsende Haltung begleitend an den Tag legen zu können.

Und was die Belange in anthroposophischen Zusammenhängen betrifft, so genügt es nicht Missstände direkt zu benennen. Es braucht korrespondierend dazu „im gleichen Atemzug“ das mutige sich Stellen vor das Tor des „Erkenne Dich selbst,“ anders können in Gemeinschaften nicht „wirklich soziale“ Entwicklungskräfte frei werden. Der bestens verschleierte Egoismus grassiert weiter.

Bernhard Albrecht



Tomtetom Bernhard Albrecht Hartmann • vor 10 Tagen 
Danke! An dem Tropf des Sich-Selbst-Erkennens sollte man schon dranhängen, ja. Der Spruch über am Delphi Tempel soll ja eigentlich noch weitergegangen sein...Erkenne dich selbst aber nicht zu weit...hab ich mal gehört...
Ja, Egoismus ist bestimmt oft verschleiert...wir sind aber auch keine Übermenschen wiederum.. 
Aber es gibt sicherlich auch einen gesunden Egoismus, z.B. als Sicherung, damit man nicht übertölpelt wird...und wie oft passiert es, diese fast gänzliche Auflösung in einer Gemeinschaft?....Gut, wenn man da noch vor allem, humanitäre Positionen hat und denken kann...plus ein gesundes Misstrauen 
vor Fremdsteuerung .... etc.
Klassische Nondualität ist für mich nur begrenzt möglich auf dieser Erde...vielleicht wartet da ja noch ein ganz anderes Bewusstsein...auch realitätsbezogen...



Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor einem Monat
Lieber Bernhard Albrecht, Deinen Kommentar sehe ich teils als freundlichen Hinweis darauf, dass es mir aufgrund meines Narzissmus verwehrt ist, die erlösende Initiation zu erreichen, die dann den Blick auf die „währe Anthroposophie“ zu erlangen. Das ist natürlich möglich. Andererseits ist das Pathologisieren aber auch die typische Reaktion von Hardcore– Anthroposophen auf kritische Stimmen. Im Waldorf Blog habe ich gerade nochmals die Reaktionen auf den großartigen Taja Gut nachgelesen, dem nach seinem kritischen Buch nachgesagt wurde, er sei „schizoid“. Und das bei einem derartigen fundierten Herausgeber im Rudolf– Steiner– Archiv mit einer so bemerkenswerten Vita. Da komme ich’s, als kleines Licht, mit dem Vorwurf des Narzissmus noch gut weg. Aber die Taktik des persönlichen Angriffs ist schon ein schlichter Reflex.

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor einem Monat
Ach ja, der fehlende Link: https://waldorfblog.wordpre...

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 12 Tagen 
Wenn Du hier Narzissmus als einen persönlichen Vorwurf gegen Dich aufgefasst hast, dann verfehlst du die Art von Beobachtung zu der ich Dich eigentlich versuchte anzuregen. Ausserdem bleibst Du darüber hinaus der Dualität verfangen, die zu überwinden eigentlich das Ziel heute ist. 
Ich kann es nur aus der eigenen Erfahrung bestätigen, derartige Gefühligkeiten, unter denen Du Dich, zurückweichend vor dem Du, selber einem Bann von Vorwurf unterwirfst, sind recht schwer zu durchschauen und dementsprechend zu vermeiden. Sie fallen über einem her ehe Du Dich ihrer versiehst.
Du bist kein so kleines Licht wie Du vermeinst.
Bernhard Albrecht
PS.: Mich mit Taja Gut näher zu beschäftigen, das wollte ich immer schon einmal. Leider liegt diesbezüglich auch dieses Mal zu viel anderes auf der Kladde, dem ich den Vorrang gebe.

Michael

Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 11 Tagen 
Redest Du von mir? Falls es so sein sollte, erscheint mir das Verschieben einer Debatte auf eine introspektiv, rein persönliche, ja intime Ebene als etwas übergriffig. Im übrigen fragt man sich, was Dich dazu berechtigt, angebliche intime Muster von Verstrickungen Anderer von Ferne zu beurteilen. Entweder ist das ein bei Dir übliches Attacke- Vorgehen, oder es ist eine Anthro- Phrase ("Du bist noch nicht so weit, du armer Schlumpf"). In jedem Fall führt es nirgendwo hin. Es wirkt lediglich auf verquere Art passiv- aggressiv.



T. Majoor • vor einem Monat
Die sog. LED-Wirkungen sind augenscheinlich auf das hohe Blau-Anteil zurück zu führen:
Buchmann/Wendt: “Beim LED-Licht bleibt nur die leere, formgebende Kraft zurück, die sich die zu gehörige Lebenskraft sozusagen aus der Umgebung, vom Lebendigen in der Umgebung, absaugt. … Die Helligkeit von LEDs füllt den Raum nicht mehr, sondern sie entleert ihn förmlich.“
Vgl. Goethe, Zur Farbenlehre
780. Wie wir den hohen Himmel, die fernen Berge blau sehen, so scheint eine blaue Fläche auch vor uns zurückzuweichen.
781. Wie wir einen angenehmen Gegenstand, der vor uns flieht, gern verfolgen, so sehen wir das Blaue gern an, nicht weil es auf uns dringt, sondern weil es uns nach sich zieht.
782. Das Blaue gibt uns ein Gefühl von Kälte, so wie es uns auch an Schatten erinnert. Wie es vom Schwarzen abgeleitet sei, ist uns bekannt.

حسن • vor einem Monat
Lieber Michael Eggert! Ich bin es nun seit Jahren gewohnt Ihre Beiträge im Internet zu lesen, meist surfe ich den Egoisten Blog alle paar Wochen an und lese mich dann für ein, zwei Tage fest. Das geht nun schon seit vielen Jahren so, vielleicht sind es über zwanzig Jahre.
Inzwischen sind meine Kinder gross und aus dem Haus, ich bestelle mir jede Woche zwei Klassik-CDs bei Amazon für 30-40 Euro, und ich frage mich, wie lange das hier eigentlich noch gehen soll.
Können Sie Ihre Artikel nicht einfach bei einer seriösen anthroposophischen Zeitschrift einreichen? So wie jeder andere Mensch auch?
Warum muss ich abends vor dem Internet hängen um Ihre Artikel zu lesen? Warum darf ich sie nicht einfach als Heft oder als Freies-Geistesleben-Buch mit ins Bett nehmen? Und danach ins Regal stellen?
Können Sie das bitte mal abstellen? Ich bitte darum! Sie waren mal die Stimme und das Sprachrohr einer ganzen Generation. Und sind das natürlich immer noch. Aber viele Menschen kennen Ihr Werk noch gar nicht, zum Beispiel Leute, die in den vergangenen Jahren weniger im Internet gesurft sind. Oder Menschen, die die Anthroposophie jetzt erst für sich entdecken.
Und noch etwas: Unter einer 'seriösen anthroposophischen Zeitschrift' verstehe ich alles. Alles was es gibt. Ausser der info3 natürlich.

Michael Eggert Mod حسن • vor einem Monat 
Sehr charmant, die Rückmeldung, ich freue mich über einen Wegbegleiter aus anarchosophischen Tagen. Ich finde ja, dass nicht alles gedruckt werden muss, und mag da jetzt auch nicht 20 Jahre aufarbeiten und redigieren. Ich sehe das als Artikulation des Augenblicks, und damit ist es gut. Manches ist in den Texten ja auch bloß Stilmittel, und auch eine gewisse Attitüde des jungen Wilden ist vielleicht eher nicht dem Alter entsprechend, wohl aber dem Alter Ego. In diesem Sinne hoffe ich Ihnen noch ein paar Jahre erhalten zu bleiben, und hoffentlich Sie mir. Viele Grüße, Don Michele









Samstag, 24. August 2019

Fragment 2/2019

M. Scagliero - Unbewegt "

Anfangen wird der Mensch, unbewegt vor der Bewegung seines Denkens zu stehen. Daraus wird die Fähigkeit erwachsen, auch dem Fluss des Fühlens, dem Fluss des Wollens in Unbewegtheit zu begegnen, unbewegt zu bleiben vor dem Sich Erregen der Leidenschaften und Instinkte.

Der Mensch irrt, wenn er sich mit dem abstrakten, leblosen Denken identifiziert. Unbewegt zu bleiben, um das Denken in seiner Bewegung sehen zu können, heißt, sich mit ihm in Tiefen zu verbinden, in denen es das Licht des Lebens ist. Kommende Zeiten werden dieses Geheimnis entdecken."
                     Massimo Scaligero, Raum und Zeit, o.J. S. 81 

Der höchste Formausdruck von innerer Bewegung ist die Wachheit. In ihr ist alles anschauende Stille. Kein Wenn und Aber. Nur stille Begegnung mit dem je Anderen. Interesse. Respekt. Ein stiller Gruss, lächelnd. Ein Weitergehen mit neuen Fragen an sich. Fragen, die die eigene Transformation selbstbefragend vorantragen. Nicht abstrakt, sondern lebensnah, weil sich selbst nicht ausklammernd. Der Auflösung der Dualität entgegen. Brüderlichkeit erfüllt sich im nondualen Sein.

Der Augenblick - verdichtete, intensivste Bewegung in Stille. Begegnung im Ausnahmezustand. Fragen lösen sich und stellen sich im gleichen Atemzug. Für die  Philosophie und Wissenschaft: Die Begegnung des Forschers in der Abstraktion, der abstrakten Denkbewegung, mit sich selbst. Die Aufgabe: Die Aufklärung vollenden durch Auflösen aller inneren selbst errichteten Denk-Barrieren, Gefühls- und Willensblockaden. Die Hindernisse für eine Entwicklung innerhalb der gegenwärtigen Weltverhältnisse liegen in mir und sonst nirgends. Die Lösung: Im Ausnahmezustand sich selber in die Augen schauen und das Notwendende tun. Ob dies klein oder gross ist, alles ist von Bedeutung im grossen Fluss des Lebens.                           
                                                
© Bernhard Albrecht Hartmann, 24.08.2019

Fragment 1/2019

                          „Das, was den Gegenstand schwer verständlich macht ist … nicht,
                            dass irgendeine besondere Instruktion … zu seinem Verständnis 
                         erforderlich wäre, sondern der Gegensatz zwischen dem Verstehen
                       des Gegenstandes und dem, was die meisten Menschen sehen wollen.
                  Dadurch kann gerade das Naheliegendste am allerschwersten verstanden
                      werden. Nicht eine Schwierigkeit des Verstandes, sondern des Willens
                                        ist zu überwinden." Ludwig Wittgenstein (1)

                 (1)   Ludwig Wittgenstein - Ein Reader: Das Wesen der Philosophie S. 315,                                Reclams Universal Bibliothek Nr. 9470, Druckauflage 2011
Die Notwendigkeit diesen „Gegensatz“ vor-gängig auflösen zu müssen stellt das vielleicht grösste Hindernis dar für die längst fällige Weiterentwicklungen im Selbstverständnis der Wissenschaft. Die Anschauung dessen was tatsächlich ist wird durch den Umstand der Vorstellungsüberlagerung oder um es noch pointierter auszudrücken der vor sich selber verschleierten klamm-heimlichen „Abbild-Besetzung“ durch das Subjekt behindert, um nicht zu sagen weitgehend unbemerkt geradezu verhindert. Wittgenstein findet hier lakonisch zutreffend die Worte „was die meisten Menschen“ diesbezüglich einfach nur „sehen wollen,“ bzw. nur noch sehen können.

Im Zuge des notwendigen Durchgangs durch den Dualismus in der Wissenschaftsentwicklung geht die „Wirklichkeit“ als vom Willen bewusst zu vollziehender, wie darüber hinaus nachhaltig zu überschauender Erkenntnisgewinn in einem sich mehr und mehr verschränkenden Abstraktionskonvolut verloren. Die Wissenschaft verliert den Zusammenhang mit ihrem tragenden gesellschaftlichen Umfeld und kann die Verbindung zu diesem ihrem Untergrund zunehmend nur noch über sogenannte „dolmetschende Experten“ aufrecht erhalten. Ein letztendlich gefährlicher Isolationsprozess.
Noch bedenklicher aber ist der Umstand, dass sich auf diese Weise die immanente Anlage im Wissenschaftsverständnis  auf eine zu entwickelnde nonduale Wissenschaftshaltung im Prozess der Erkenntnisgewinnung  nicht ihre zeitgemässe Weiterentwicklung findet.

                                                                                                        Bernhard Albrecht

Montag, 12. August 2019

Rudolf Steiner und die Kulmination - Ein Dialog

https://egoistenblog.blogspot.com/2019/08/was-sie-schon-immer-uber-anthroposophen.html#more

Doris Mumenthaler • vor 6 Tagen
lieber Michael Eggert, selten, so pointiert durchleuchtet, das Selbst-,Fremd- 
und Möchtegern-Bild ..... hab geschmunzelt und laut gelacht, mir gefällt Wortwahl und Leitplanke durch den Text .... 👏🏼🥂beste Grüsse, Doris

Michael Eggert Mod Doris Mumenthaler • vor 6 Tagen
Vielen Dank, Frau Mumenthaler, es Freut mich sehr, das zu hören!

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 5 Tagen
Zuerst einmal Michael, auch ich habe wie Doris über Deinen Text beim wiederholten Lesen ein jedes Mal auf ein Neues reichlich Anlass gefunden da und dort zu lächeln. Nur, wenn ich auf die letztjährige Generalversammlung der AAG und ihre Aufarbeitung seither hinschaue, dann vermisse ich von einzelnen beflügelnden Randerlebnissen abgesehen schlichtweg das Lachen und den Humor über sich selbst und die eigenen Fehlereskapaden daselbst. Wo aber das Lachen, wie mir scheint, so weit zurückgedrängt in dieser Gesellschaft stattfindet, dort kann sich auch kein wirklich Geist durchdrungenes Leben entfalten. Es fehlt einfach die Leichtigkeit die „ausgesäten Aussagen“ Rudolf Steiners als Entwürfe für eine Vielzahl von Forschungsaufgaben zu sehen.
Abschliessend ist in den 370 Vortragsbänden gar nichts gesagt. Weit eher ist durch sie der Grund gelegt durch zahlreiche offene und verborgene Fragen den Willen in sich zu entzünden Ausgesagtes selbständig weiter zu denken und individuell forschend sich auf den Weg zu machen. Eine neue Wissenschaft vom Geiste wird sich in meinen Augen nur durch selbständiges Weiterdenken entwickeln lassen. Hier fehlt es an Mut, an Mut und noch einmal an Mut.
Rudolf Steiner hat zum Ende seines Lebens sein Lehramt niedergelegt. Eine Weiterentwicklung seines zurückgelassenen Bemühens wird nur durch Selbständigkeit im eigenen Denken in Verbindung mit gelebter Herzensbildung den Weg in eine eher leise Kulmination hinein finden. Im Vordergrund steht also nicht, was kann durch seine  Aussagen scheinbar belegt erwartet werden, sondern was bin ich bereit zu tun mir an Eigenständigkeit innerlich abzuringen, damit durch mein schöpferisches Mitwirken Ereignis wird, was so dringendes Zeiterfordernis ist.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 5 Tagen
Lieber Bernhard Albrecht, vielen Dank für Dein Feedback. Die interne Diskussion nach der Generalversammlung mit ihrem Umsturz habe ich im Detail leider nicht wahrgenommen, einfach aus Mangel an Kontakten und Rundbriefen etc. Dazu kann ich nichts sagen- auch nicht, ob die Auseinandersetzungen überhaupt fortgesetzt wurden. Letztlich kommt es ja darauf an, was "unten rauskommt"- und wie ich schon schrieb, ist das tätige Feld ja meist konstruktiv geblieben. Schwierig sind eher die, die sonst nichts zu tun haben als zu balzen, streiten und sich zu spreizen. Selbstverständlich ist es einerseits eine individuelle Sache, wie man mit dem Werk des letzten Universalisten Steiner umgeht. Aber es gibt auch kollektive Geneigtesten, Tendenzen, Versuchungen- und die und nur die nehme ich auf die Schippe. Die Tendenz, zu "Schriftgelehrten" zu werden, ist z.B. ja angesichts des Werks nur zu verständlich. Ob das Kollektiv es zu einer "Kulmination" schafft, wage ich angesichts der dauerhaften Zerstrittenheit zu bezweifeln. Aber das sind natürlich nur Beobachtungen und Schlussfolgerungen aus einer entfernten Ecke- ich kann mich ganz und gar täuschen und verbleibe dahin gehend gespannt und bereit, vom Gegenteil überzeugt zu werden. Herzlichen Dank & Grüße Don Michele

Norbert Reuter • vor 4 Tagen
Lieber Michael Eggert. Vielen Dank für diese Gedanken. Hat Spass gemacht das zu lesen :-) Sommergrüße aus der Gegend ums Teufelsmoor ;-)

Michael Eggert Mod Norbert Reuter • vor 4 Tagen
Freut mich, Norbert! Den Ton zu treffen zwischen Selbstreflexion, Kritik, etwas auf die Schippe nehmen, aber auch das virale, beständige und zugleich zukunftsgestaltende konstruktive Element im Auge zu behalten ist immer ein schwieriges Manöver. Mal klappt's, Mal geht's daneben.

Bernhard Albrecht Hartmann • vor 4 Tagen
Lieber „Don“ Michele, ich könnte noch an so manchem von Dir oben geistreich Gesagtem anknüpfen, aber ich will den Fluss Deiner enthüllungsjournalistischen Fähigkeit nicht durch allzu viele Anmerkungen meinerseits überlagern. Er soll zur Betrachtung für alle Unbefangenen erlebnisoffen einsichtig bleiben, so wie Du ihn angelegt hast.
So beziehe ich mich nur auf den Begriff Guru- Queen, den Du in Bezug auf Michaela Glöckler geprägt hast und will Dir sagen, dass sie, sollte sie diese Deine Aussage über sie zur Kenntnis bekommen sie darüber zutiefst erschrecken würde. Aus meinem Begegnen mit ihr in frühen Jahren wage ich zu sagen, dass sie innerlich fassungslos vor dieser Deiner Charakterisierung stehen würde. Denn Du drückst damit etwas aus, was ihr im Laufe ihrer Biographieentfaltung nie in den Sinn gekommen wäre darstellen zu wollen … und doch den Nagel auf den Kopf trifft. Was sie antrieb war einfach Begeisterung für die Sache und nichts sonst.
Durch ihr Herkommen aus der Familie von Kügelgen war sie unterschwellig vom Familiensystem her ohne ihr Wollen zur Königin vorbestimmt. Sie hat ein Familienkarma erfüllt ohne es zur Gänze hin individualisieren zu können.
An ihr lässt sich die Tragik nicht weniger Kinder ablesen, die von Geburt an in anthroposophische Zusammenhänge hineingelangten und von daher nicht im Laufe ihres Lebens eine eigenständige Begegnung mit Rudolf Steiner herbeiführen konnten. Ihr Umgang mit Rudolf Steiner war von allem Anfang an in vieler Hinsicht durch das im Familiensystem entwickelte Verständnis von Rudolf Steiner vorgeprägt.
Eine weitere Anmerkung erlaube ich mir noch zu dem leider in seiner tieferen Bedeutung immer mehr verkommenden Begriff der Kulmination in anthroposophischen Zusammenhängen der letzten Jahre. Kulmination ist aus meiner Sicht ein „Kraftbegriff,“ der sich in seiner Wirksamkeit nur wirklich entfalten, soziales Ereignis werden kann, auf der Basis individuell klärender Aufarbeitung stagnierender Prozesse im Verhältnis von Ätherleib und Astralleib in den sozialen Zusammenhängen insbesondere von Mann und Frau innerhalb gesellschaftlicher Bezüge.
Auf die Gefahr hin, dass ich mir dadurch nicht gerade Freunde schaffen werde, sage ich es dennoch frei heraus, einfach deswegen weil es aus meiner Sicht höchste Zeit ist, dass endlich tiefer bedacht wird, was Rudolf Steiner 1923/24 durch die vor aller Welt offene spirituelle Zusammenarbeit von Mann und Frau eigentlich veranlagen wollte.
Ein modernes Mysterien-Wesen wird sich nicht entwickeln können ohne dass der jeweilige Augiasstall zwischen Mann und Frau diesbezüglich einem aktiven „Erkenne dich Selbst“ zugeführt wird.
Was aber wurde hier alles Rudolf Steiner unterstellt.
Das Ergebnis steht eklatant vor aller Welt. 1935 wurden durch sich kulminierendes individuelles Missmanagement zwei Frauen, 2018 zwei Männer gesellschaftlich ihrer Ämter enthoben … und über die tieferen Zusammenhänge wird immer noch nicht nachgedacht, jedenfalls allem Anschein nach nicht in der AAG. In spirituellen Bezügen ausserhalb derselben tut sich da meinem Dafürhalten sehr viel mehr.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 4 Tagen
Lieber Bernhard Albrecht, von "Überlagern" kann gar keine Rede sein, ich finde es vielmehr sehr entgegen kommend, dass Du meinen Ausführungen etwas entgegen stellst. Deine Versuche, das Ausbleiben von Kulmination durch eine mangelhafte Aufarbeitung zu erklären, sind bekannt. Ich denke, dass schon Steiner durch seine anti- intellektuelle Attitüde eine solche Kulmination unmöglich gemacht hat. Im Widerstand zum Zeitgeist konstituieren sich Selbstgefühle, aber nicht unbedingt soziale und gesellschaftliche Kompetenz. Und die Gefühligkeiten führen zu ständigen Konflikten. Ich kenne Frau Glöckler nur aus Vorträgen. Ihre zurück genommene Autorität bleibt ihr unbenommen. Der Archetypus, den sie repräsentiert, ist mir nicht angenehm. Ich würde sie, wäre ich sterbend, ganz sicher nicht an mein Bett bitten und schon gar nicht auf ihren Rat hören. Dennoch ❤️ Dank für Deine Ausführung! Michele

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 4 Tagen • edited
Anti- intellektuelle Attitüde. Damit kann ich in seiner Verkürzung im Moment nichts verbinden. Kannst Du da deutlicher werden.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 3 Tagen
Die Gegenwart (vor 100 Jahren) sei zwar "heute nicht vollständig im Materialismus versumpft" (GA 152), aber fast. Das Gegenmittel seien umherwandernde Irre gewesen, die man den ewigen Juden genannt habe, und die Christus verkündet hätten ("In fast allen Gebieten Europas, überall zeigte sich, daß durch Dörfer und Städte nicht immer die gleiche, sondern immer eine andere menschliche Persönlichkeit ging. Es verbreitete sich die Meinung, daß diese Persönlichkeit, welche in einem besonders merkwürdigen Aufzug erschien, Ahasver, der ewige Jude, sei.") Legenden dieser randständigen Art, Verkündigung und Irre als letzter Widerstand gegen den Rationalismus? Was will Steiner nur damit sagen? Die letzten Reserven mobilisieren gegen den allgegenwärtigen "Materialismus" mobilisieren? Steckt da bei Steiner nicht einfach ein anti- islamischer, vor allem aber antisemitischer Reflex? Hier zum Beispiel seine Aussagen bzgl der Medizin: "Wenn Sie die Entwickelung der Medizin im Mittelalter betrachten, dann haben die Juden einen ungeheuer starken Anteil daran. Und was die Araber an Medizin gebracht haben, haben sie auch wiederum mit Hilfe der Juden ausgearbeitet. Aber dadurch wiederum ist die Medizin das geworden, was sie heute geworden ist. Die Medizin ist zwar geistig geblieben, aber sie ist, ich möchte sagen, monotheistisch geblieben. Man weiß nicht mehr wie das eine Mittel wirkt, geradeso wenig wie man im Judentum gewußt hat, wie die einzelnen Naturgeister sind. So ist auch da in der Medizin ein abstrakter Geist, ein abstrakter Jahve- Dienst eingezogen, der heute eigentlich noch immer in der Medizin drinnen ist." (GA 353.187) Der "abstrakte Geist", den Steiner hier beschwört, steckt freilich in der anthroposophischen Lehre selbst darin, die als Wort- und Meister- Verkündigung auch Steiners Tod jahrzehntelang Vortrag für Vortrag, Zyklus für Zyklus durch die Erbin Marie Steiner- Sivers vorgelegt wurde vor die hungrigen Adepten. Eine sehr materialistische Esoterik, die quasi stückweise verfüttert wird und zu lähmender Passivität der Anhängerschaft führte und führt.

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 15 Stunden
Michael, Du weisst, dass Du mit dieser Art der Fortsetzung unseres begonnenen Dialogs einen gewaltigen Gedankensprung und damit ganz nebenbei auch einen Perspektiven- um nicht zu sagen einen Themenwechsel vollziehst.
Du sagst, meine Versuche das Ausbleiben von Kulmination durch eine mangelhafte Aufarbeitung zu erklären seien bekannt. Nun, ich will nicht sagen, dass ich wie so manche Musiker über ein absolutes Gehör verfüge, aber eines kann ich sehr wohl sagen, dass mein Spracherleben für die hintergründige Bewegungsdynamik aus der einzelne Worte jeweils durch ihre Hervorbringer öffentlich zur Darstellung gelangen hoch sensibel ist. Von daher werden wir sehen wie „bekannt“ Dir das was ich über die Kulmination hier und an anderer Stelle andeutungsweise verlauten lies wirklich von Deinem inneren Erleben her ist. Damit will ich sagen, ich nehme Deine Herausforderung mich mit Dir auf einen Prozess für eine am Ende mögliche Kulmination einzulassen an.
Wenn ich „meine“ etwas sei mir bekannt kenne ich dieses noch nicht, bin mit diesem scheinbar Bekannten noch nicht durch das Nadelöhr des „erkenne Dich selbst“ geschlüpft. Das, was mir bekannt ist, mit dem ich mich … abstrakt … , dem Vermeinen nach bekannt gemacht habe, das ich insoweit kenne, weil es von seiner Art des Auftretens mich auf eine nicht näher zu bestimmende Weise berührt hat, das erkenne ich noch nicht. Erkennen beinhaltet nämlich einen durch und durch im Erleben Geist gegenwärtigen Prozess. Insoweit ist eine jede tatsächliche Erkenntnis eine kleine Kulmination.
Die Kulmination, die Rudolf Steiner allerdings seinerzeit vorausschauend erwartet hat weist meinem Dafürhalten nach noch auf ein sehr viel tiefer greifendes Geschehen hin, das energetisch sich bündelnd fortschreitend still Ereignis werden kann, wenn „ich die Würde“ des oder der jeweils anderen Menschen, mit denen ich in einen Widerstreit gerate, der mich in die eine oder andere Unterscheidung führt dennoch in meinem Herzen tragen kann - Geist gegenwärtig. Das heisst Streite sind nicht auf dem Rücken anderer Menschen auszutragen, bzw. dorthin abzuwälzen, sondern der Essenz nach letztendlich primär in mir zu klären.
Soweit erst einmal für heute.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 3 Stunden
Nein, die Kulmination, die Steiner für das Ende des 20. Jahrhunderts prophezeit war, war die konstruktive Zusammenarbeit aller anthroposophischen Gruppierungen, wie er sie sah, mitsamt aller zu seiner Zeit lebenden Anthroposophie, die ihr Know-how und die unmittelbare Nähe zum Meister durch eine doppelte Inkarnation einbringen würden. Das alles, um den dunklen Gott der Lüge, die Triebkraft des Fake- Zeitalters, mit offenem Visier zu bekämpfen und eine Krise der moralischen Antriebe der Menschheit zu lösen. Nun ja, die Krisen sind da, die Lügen- Herrscher und Illusionisten auch, aber die Kulmination ist es nicht. Ganz im Gegenteil zerfällt die anthroposophische Szene immer weiter und rennt sogar den dümmsten Propagandisten eifrig hinterher. Sorry, Dr Steiner.

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor 15 Minuten
„Michael,“ wie sehr innerlich still zurücktretend und ganz bei Dir bleibend hast Du meine Aussagen gelesen? Du treibst von Deinem Temperament für die Sache ein wenig wie aus den Socken gehoben mit einem Schlegel einen Keil in ein Loch wo keines ist. Sorry.
Ich habe ganz bewusst mich auf eine Punkt-Perspektive zum Sachverhalt bezogen und von dort her im Grunde auf nichts anderes gedeutet als Du aus Deiner Umkreis Sicht. Dass die anthroposophische Szene zerfällt, das bestürzt mich insoweit nicht als es notwendig ist um dem Ereignen Können der Kulmination den Weg zu öffnen. Ein Ereignen, das ganz gewiss eher still und leise unter den beteiligten Menschen ablaufen wird und tatsächlich geschieht als auf offener Bühne. Für Letzteres sind seit längerer Zeit etliche Weichen dafür einfach bereits überfahren und das bedeutet, dass noch mehr zu Bruch gehen muss bis sich das Licht der Kulmination vielleicht in einer breiteren Öffentlichkeit zeigen kann. Und selbst dann ist es nicht gewiss, dass dieses Geschehen umfassender in seiner Essenz bemerkt wird.
Ich kann von meiner Warte aus gesehen und von meinem Begegnen her jedenfalls sagen, dass es Menschen gibt, die aus unterschiedlichen geistigen Strömungen auf diese Kulmination innerlich zugehen. Sie tragen schwer an ihren Gewichten der karmischen Aussöhnung, aber sie sind auf gutem Wege.
Die anthroposophische Bewegung ist in den letzten einhundert Jahren weit über die Grenzen der AAG hinaus gewachsen und es reichen sich von daher Menschen die Hände, die keine Mitgliedskarte brauchen um Teilhaber dieses Geschehens sein zu können. Von da her kann ich gelassen auf das hin schauen, was in der anthroposophischen Szene abläuft.
Ganz persönlich für Dich Michael will ich hier jedoch noch anmerken: Bist Du frei davon so diese oder jene Fake News in Deinem bemühten Sagen zu verbreiten, vielleicht ohne dass Du dies selber bemerkst, weil Dich Deine Sicht auf die Dinge einfach geblendet hat … ?  Es ist leicht anderen auf den Kopf zu hauen, bei sich selber aber auswuchernde Beulen nicht zu sehen. …
Lächel und nichts für ungut.
Bernhard Albrecht

Michael Eggert Mod Bernhard Albrecht Hartmann • vor 5 Stunden
Es ist ja auch nichts dagegen zu sagen, dass Du und Deinesgleichen noch tausend Jahre auf Eure Kulmination wartet, Euch aber in der Zwischenzeit schon geil findet. Es ist wirklich kein Problem. Man muss nur nicht unbedingt mitmachen. Dann lieber Schabernack!

Bernhard Albrecht Hartmann Michael Eggert • vor ein paar Sekunden 
Deine provozierende Angriffslust nach aussen wie Dein inneres Abwehrverhalten was Dich betrifft sind nicht meine Baustelle. 

Wenn ich auf die Bewegungen Deiner Schwerthand hinblicke, dann ist voraussehbar, dass mit der von Dir verwendeten Legierung für Dein von Dir geschmiedetes Schwert dieses in Bälde zerbricht.

Ich wünsche Dir eine "gute" Nacht.


© Bernhard




 Albrecht Hartmann